Montag, Juni 16, 2008

ich hätt' da eine idee . . .


Ich hätt schon eine Idee, wie wir sicher stellen könnten, heute zu gewinnen. Vergiss die Taktik, vergiss die Strategie.
Das Geheimnis liegt im Rasen.
Die Deutschen mit ihrer Gründlichkeit und ihrer Pedanterie sind es gewohnt, auf einwandfreiem Rasen, auf dem jedes Grasstängerl gleich lang und gleich dick ist, zu spielen.
Wenn da ein Graserl a bissl a andere Farbe hat und a bisserl länger ist, dann kommen die ganz aus dem Konzept.
Und wenn dann noch hier und da ein Gänseblümchen sprießt oder ein kleines Löwenzahnderl, vielleicht mit ein paar Bienen drauf, dann wäre die Sache geritzt. Wenn mich jemand fragen würde, aber mich fragt ja keiner, dann würde ich in der Nähe des Tores statt der Abseitsfalle eine andere Falle basteln. So ein kleines Biotop mit ein oder zwei Fröschen.
Warum lässt man das Fußballfeld nicht von einem g'schlamperten Hausmeister mähen?
Außerdem sähe das viel schöner aus ohne diese langweiligen grünen Streifen.
Ein unregelmäßig karierter oder bunt getupfter Rasen wär doch was Feines.
Aber nun ist es zu spät.
Also lassen wir das Disaster auf uns zukommen.

Kommentare:

audri hat gesagt…

Rasen oder Wiese, ist das die Frage, liebe Amadea? Die hat sich ja, was dieses unsaegliche C-Wort betrifft, inzwischen erwartungsgemaess beantwortet.
Offen bleibt noch die Frage, wie sie auf einer ungemaehten Wiese spielen wuerden.
Ich finde es schoen, mir Maennerbeine maehend vorzustellen. Die haetten ja einiges zu tun, zum Beispiel auch danach das beingemaehte Gras und die beingemaehten Blumen am Rand zu Haeufchen oder gar zu einer Grenzlinie anzuorden. Und nur mit den Fuessen tretend und schiebend. Da haetten sie eine Weile zu tun, diese 22 Maennchen, und es wuerde ihnen nicht fad werden dabei.
Und am naechsten Tag duerfen sie gern wieder kommen und uns mit dem Duft des frischen Heus betoeren wollen. Liebe Gruesse von Audri

solo hat gesagt…

Also ich finde es ist Zeit, Golf und Fussball zusammenzubringen.
Auf dem Feld soll es geben: eine Sandkuhle, ein Wäldchen und, jawoll einen Teich.

Das Deutsche ordentlich und diszipliniert sind ist vorbei und zwar deswegen: Die Deutsche Bahn kommt nicht mehr pünktlich. Ist einmal das Vertrauen in so grundlegende Selbstverständlichkeiten erschüttert, ist alles verloren: No milk today. QED.

schneck06 hat gesagt…

ich hatte eine wunderbar friedliche übereinkunft am montag abend, mit zwei österreichern am spielfeldrand der großleinwand vom bratwurströslein zu nuremberga.

Zechbauer hat gesagt…

Wie hat denn nun Österreich gespielt? ;)

amadea's world hat gesagt…

Klar die Wiese, audri.
Mähende Männerbeine sieht man hier nicht so selten. Wie wär's mal mit Sommerfrische auf die Berg'?

solo - Ui, das mit der Bahn ist ein Skandal. Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn ist genauso bekannt wie der BMW und das Sauerkraut - jedenfalls bei den Amis. So hör ich es halt immer wieder.

schneckerl - Bratwurströslein kenn ich nicht - Bratwürschtl meinst?
Ja, DÖF - wir tun nur so - aber wir lieben einander doch, nicht wahr?

zechbauer - ja, sie haben nur a bissl g'spielt.