
Es ging schon besser.
Was?
Die Sache mit dem Hund.
Welcher Hund?
Na, die Maddie. Hab sie erzogen. Gestern Nacht.
In einer Nacht kann man keinen Hund erziehen.
Ich schon. Um drei Uhr früh hat sie gekotzt.
Klar, du hast sie überfordert.
Kann sein. Vielleicht waren es auch die Leckerlis. Eine ganze Packung ging drauf. Sonst hätt ich das nicht geschafft mit dem Erziehen. Nun bleibt sie im Körberl sitzen wenn ich sag: Bleib.
Toll. Und sie hängt nicht aus dem Körberl raus?
Wie raushängen?
Sag bloß, Amadea, du weißt das nicht mehr. Das mit dem Fahrrad.
Ach das. Schon lang her. Das war im Sommer.
Da hing sie neben dem Radl, gell?
Aber nur kurz. Ich ließ sie dann neben mir herlaufen, sodass sie müde wurde. Dann blieb sie wieder brav hinten im Fahrradkorb sitzen. Und die Ohren wehten im Fahrtwind.
Du hast schon eigenartige Erziehungsmaßnahmen.
Aber wirksame. Gib’s zu. Könntest du in einer Nacht einen Hund erziehen? Niemals. Du schaffst das nicht mal in zehn Jahren. Schau mal deine Kinder an.
Meine Kinder? Also hör mal, die sind gut erzogen.
Lassen wir das.
Ich ging dann noch mit ihr spazieren. Nachdem sie gekotzt hat. Um drei in der Früh. Dafür hamma dann bis neun geschlafen. Maddie im Körberl, ich im Bett. Okay, ab fünf Maddie auch im Bett.
Na toll. Ich sag nun nichts.
Und heut in der Früh, stell dir vor, so peinlich. Direkt am Weg liegt da ein Hundswürschtl. Und just in dem Moment kommt die Nachbarin vorbei. Und dann sagte ich, wie verantwortungslos das doch sei, dass die Hundebesitzer ihre Hunde mitten auf dem Weg ihr Würschterl machen lassen. Und dann meint jeder, ich sei es. Nur weil ich einen Tag den Hund da hab.
Eine Frechheit.
Dann fiel mir aber was ein.
Was?
Das mit dem Würschtl. Ich glaub, das war doch die Maddie. In der Früh um drei. Hunde sehen ja nicht gut. Da kann das schon passieren, gell? Sogar Menschen passiert, dass da was daneben geht am Klo wenn’s finster ist.
Ich sag nun nichts.
Besser so.
Edi, zwei Verlängerte.
Und für mich einen Hotdog.


