Montag, April 28, 2008

abgrund


Der Mensch ist ein Abgrund:
Es schwindelt einen, wenn man hinabsieht.

Ludwig Büchner

Mehr gibt es heute nicht zu sagen.

Freitag, April 25, 2008

christi himmelfahrt



Ich erinnere mich daran, wie toll ich als Kind die Geschichten der Bibel fand.
Die Geschichte von Christi Himmelfahrt gefiel mir am besten.
Nun ist es ja bald wieder so weit.
Die Engländer und Amerikaner sind fasziniert vom Wort Himmelfahrt, beinhaltet es doch das Wort fahrt, das für unsere angloamerikanischen Freunde wie fart, also Furz klingt. Die Himmelfahrt.
Eine verrückte Geschichte.
Beam me up, Daddy, sagte Jesus vermutlich, als es so weit war.
Es begann ja schon zu Ostern, als Jesus gekreuzigt wurde. Der Jesus ist ein paar Tage am Kreuz herum gehängt, dann wurde ihm langweilig und er stieg herunter. Er hat dann vermutlich ein paar Ostereier gegessen, um sich zu stärken und war dann wieder ganz frisch und lebendig.
Danach ist er noch so um die vierzig Tage mit seiner Gang, den Aposteln herum gehängt, dieses Mal nicht mehr am Kreuz, sondern an Eingängen und Treppen von Kirchen. Und dann stieg er empor. Gen Himmel.
Ich hab nachgeschaut und da steht folgendes in der Apostelgeschichte 1, 9 – 1, 10: Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen.
Ist das nicht faszinierend? Eine Wolke nahm ihn auf. Vermutlich eine weiße Schäfchenwolke.
Ich würde gern wissen, wie schnell er flog. Ob er langsam hinauf schwebte wie in einem Heißluftballon und seinen Jüngern winkte.
Hallo, Petrus, ich sehe dich noch immer. Dein Haus sehe ich auch. Da versucht gerade, ein Schaf zu entkommen.
Vielleicht sauste er aber so schnell hinauf, mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit, dass ihm es ihm seine Sandalen von den Füßen riss.
Na geh, sagte vielleicht der Matthäus, nun hat’s ihm die Patschen ausgezogen. Aber er kommt ja eh wieder bald. Da oben im Himmel braucht er die eh nicht.
Ich verstehe nicht, wieso das in der Bibel nicht genauer beschrieben wird. So eine Himmelfahrt war ja nicht etwas Alltägliches.
Viele andere banale Dinge sind bis ins Detail beschrieben.
Das Abendmahl zum Beispiel. Dass das Brot gebrochen wurde und nicht geschnitten. Und dass sie vierzig Tage gefastet haben.
Aber wie schnell der Jesus davonflog, kein Sterbenswörtchen. Das war ja das erste Mal, dass der Jesus geflogen ist. Und das erste Mal Fliegen ist ein besonderes Ereignis. Noch dazu auf einer Wolke. Besonders zu jener Zeit, als es weder Flugzeuge noch Raumschiffe gab.
Sogar über das Verwandeln von Wasser in Wein wurde geschrieben. Und auch gesungen.
In 'Jesus Christ Superstar' singt der Herodes: Prove to me that you're divine. Change my water into wine. That's all you must do, and then I'll know it's true. C'mon, King of the Jews!
Aber keine einzige Zeile von der Himmelfahrt im ganzen Musical.
Ich finde das nicht okay.
Ich kann es mir nur so erklären, dass der Tim Rice auch ziemlich enttäuscht war über dieses schlecht beschriebene Kapitel der Himmelfahrt und es deshalb im Musical auch nicht erwähnt hat.
Ich mein, da fliegt dein Leader weg auf der Wolke, und die Jünger haben nichts anderes zu tun, als auf den Ölberg zu gehen und zu beten. Wo die eh jeden Tag nichts anderes tun als beten. Ziemlich langweilig.
Es war ihnen vollkommen wurscht, dass der Jesus weg war.
Da hat sicher einer der Jünger auf seinen Posten gespitzt. Der Judas vermutlich. Oder war der nicht mehr dabei? Ich hab das vergessen.
Am ersten Mai feiern wir wieder zum weißwasichwievielten Mal Christi Himmelfahrt. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis wir Christilandung feiern.
Schön langsam wird’s Zeit, dass der Jesus wieder kommt.
Ich werd mal dem Ratzi eine Mail schicken und fragen. Vielleicht weiß der ja was.

Donnerstag, April 24, 2008

die lebensretterin


Da steht auf der Packung Kekse: Dieses Produkt kann Spuren von Nüssen enthalten.
Wie gut, dass ich nicht allergisch bin auf Nüsse.
Weil wäre ich es, so würde ich fuchteufelswild sein.
Entweder es sind Nüsse drin oder nicht. Was soll das Wort KANN? Was ist das für ein Wort? KANN passt hier nicht.
Wenn ich Kekse backe, dann weiß ich, ob ich Nüsse in den Teig gemischt habe oder nicht.
Und wenn ich das als durchschnittlich begabte Kekse-Back-Frau das weiß, warum weiß die überdurchschnittlich begabte Kekse-Back- Firma das nicht? Die backen ja hunderttausendmal genauer als ich mit meiner alten Küchenwaage und meinem Hang zum kreativen Kekse-Backen und Ersetzen von vorgegebenen Zutaten durch vorhandene. Die haben ein exakt vorgegebenes Rezept und die dürfen nicht ein Milligramm mehr Mehl dazugeben.
Es gibt noch Schlimmeres: Du nimmst ein Packerl getrocknete Apfelringe vom Regal und da steht auf der Packung: Kann Spuren von Nüssen enthalten.
Was tun Nüsse in einem Packerl Apfelringe, bitt’ schön? Was soll denn dieser Unsinn? Ich versteh schon, dass die Firmen vorsichtig sind heutzutage. Weil es gibt ja so viele Allergiker.
Aber in einer Packung Apfelringen sind keine Nüsse. Außer, sie werden in einer Fabrik verpackt, die auch Nüsse verpackt. Aber dann müsste ja auf dem Nusssackerl draufstehen: Kann Spuren von Apfelringen enthalten.
Aber da steht nichts. Ich habe das kontrolliert.
Also alles Unsinn. Apfelringe enthalten keine Nüsse.
Oder hast du schon einmal jemanden gesehen, der eine Packung Apfelringe vom Regal im Supermarkt nimmt und sagt: Ah, ich habe heute so einen Gusto auf Apfelringe, aber ich muss mich erkundigen, ob die nicht Spuren von Nüssen enthalten.
Vielleicht hab ich ja auch keine Ahnung und vielleicht gibt es ja Tausende und Abertausende von allergischen Menschen, die jeden Tag einen Gusto auf Apfelringe haben und fragen ob eh keine Spuren von Nüssen in der Packung sind.
Und weil das dem Supermarkt zu anstrengend wurde, hat er beschlossen, diese Pickerl aufzubringen.
Und was ist mit all den anderen Menschen, die allergisch gegen Hundehaare sind? Für die gibt es kein Pickerl!
Ich habe noch nie ein Pickerl gesehen, auf dem steht: Kann Spuren von Hundehaaren enthalten.
Ich bin mir sicher, würde man alle Apfelringepackungen weltweit untersuchen, man fände mehr Hundehaare als Nüsse.
Hundehaare sind viel kleiner als Nüsse und es gibt mehr Hundebesitzer als Menschen mit Nussbäumen. Und so ein Hundehaar bleibt ja ganz leicht irgendwo hängen, im Bart, an der Kleidung oder an der Haut.
Ich werde einen Brief schreiben. An den Supermarkt. Ich werde den Supermarkt warnen. Vor Hundehaaren, die in Apfelringepackungen sein könnten.
Der wird mir dankbar sein, der Supermarkt. Und die Hundehaarallergiker auch.
Hunderte von Leben kann ich retten mit einem solchen Warnbrief. Was heißt hunderte, tausende.

Freitag, April 18, 2008

hoch oben


Als Kind stolperte ich ständig. Und ich hatte den ganzen Sommer über aufgeschlagene Knie.
Weil du auch immer laufen musst, sagte Mama.
Sie wusste nicht, dass ich nicht deshalb stolperte weil ich ständig lief, sondern weil ich immer hinauf schaute.
Ich schaute hinauf zu den Wolken. Ich schaute hinauf in die Gesichter der Erwachsenen. Ich schaute hinauf zum Vogel, der auf dem Baum saß. Ich schaute hinauf zum Kirchturm.
Ich war überwältigt von den Dingen, die hoch oben waren und achtete nicht darauf, wo ich ging.
Und so übersah ich allerhand Hindernisse und stolperte.
Alles was über mir war, hoch oben und unerreichbar, faszinierte mich. Vermutlich kletterte ich auch deshalb so gerne auf Bäume.
Aber auch wenn ich auf einem Baum war, gab es immer noch Dinge, die über mir waren. Das Hausdach, der Hausberg, die Wolken.
Ich verbrachte Stunden auf dem Baum hinter unserem Haus, schaute in den Himmel oder zum Vogel, der am Dachgiebel saß und sang.
Meine Mama suchte mich und rief nach mir, aber ich meldete mich nicht und sie entdeckte niemals, dass ich hoch oben im Baum saß. Mama schaute nämlich nie nach oben zu einem Baum oder in den Himmel. Nicht ohne Grund.
Manchmal, wenn sie Wäsche gewaschen hatte, schaute sie in den Himmel. Nur wenn es bewölkt war. Sie schaute besorgt. Sie wollte sicher gehen, dass es nicht regnen würde. Sie schaute nie ohne Grund nach oben.
Damals glaubte ich, dass Erwachsene nur dann nach oben schauten, wenn Regen zu erwarten war. Oder ein Gewitter.
Nun bin ich erwachsen und weiß, dass auch wir Erwachsene nach oben schauen.
Ohne Grund. Einfach so.
Würden wir das nicht tun, hätte ich den Vogel, der da oben auf dem Giebel sitzt und den Frühling begrüßt, nicht gesehen.

Donnerstag, April 10, 2008

lesung


Übermorgen ist es soweit. Ich habe meine erste Lesung. Die Texte sind überarbeitet. Generalprobe war auch schon. Drei Musiker mit Gitarre, Querflöte, Percussion und Gesang geben ihr Bestes. Sie sind wunderbar.
Schau ma amoi.
Wird schon gut gehen.

Montag, April 07, 2008

fidus rarus est


Die normale Joghurtkultur hat ausgedient.
Wenn du früher in einen Supermarkt gingst, war das Joghurtkaufen eine Sache von zwei Minuten. Du konntest zwischen leerem Joghurt und Joghurt mit Erdbeeren oder Heidelbeeren wählen.
Die ehemals ganz normalen Kulturen, die früher im Supermarkt und im Joghurt waren, haben sich zu Joghurthochkulturen hinauf entwickelt.
Früher hat die Molkerei die Kuhmilch einige Tage in die Sonne gestellt, bis sie sauer war, sie dann abgefüllt oder mit Früchten vermischt und sie in den Supermarkt gebracht.
Heutzutage muss sie noch die Bakterien drunter mischen. Aber nur die guten. Die, die auch im Mund und im Darm sind.
Auf keinen Fall diejenigen, die am Gehsteig oder am Klodeckel wohnen.
Diese guten Bakterien heißen Bifidus. Eigentlich Bifidusse oder Bifidii.
Oder mischt die Molkerei nur einen Bifidus drunter und der vermehrt sich dann?
Keine Ahnung. Bin ich eine Wissenschaftlerin?
Es kann schon sein, dass die sich vermehren. Bakterien vermehren sich ja gern und schnell. Die schlechten auf jeden Fall. Ob das für die guten auch gilt?
Der Name Bifidus sagt ja alles. Fidus kommt aus dem lateinischen und heißt Freund. Aber das weißt du ja.
Die Römer sagten immer: Fidus rarus est. Aber das galt nur für die Römer. Für uns gilt das nicht mehr. Für uns gilt: Bifidus non rarus est. Der Bifidus ist bei uns sogar im Joghurt! Darum werden wir sicherlich nicht so schnell untergehen wie das römische Reich.
Der Bifidus ist schon ein schlaues Kerlchen. Der schafft es, sich durch den Magen zu schleichen, vorbei an der Magensäure, ohne dass er kaputt wird. Der schleicht sich weiter hinunter in den Dünndarm. Und auch da passiert ihm noch nichts. Der schafft es sogar bis in den Dickdarm. So eine lange Lebensdauer hat der.
Der Bifidus verendet erst, wenn du ihn mit der Klospülung ins Jenseits bzw. in die Kläranlage beförderst.
Woher kommt der Bifidus? Wer hat ihn erfunden oder entdeckt? Jetzt vermehrt er sich ja. Jetzt ist er da und kann gar nicht anders als sich vermehren.
Aber woher kam der allererste? Von den Römern nicht, soviel ist sicher.
Ich glaube, den hat ein Chemiker entdeckt.
Vielleicht gab es mal einen verstopften Abfluss in einem Labor und das Wasser ist übergelaufen und der Chemiker hat nasse Füße bekommen. Und das hat ihn geärgert und weil es schon fast Mitternacht war – Chemiker arbeiten meistens nach Mitternacht – war kein Installateur zu erreichen und so hat der Chemiker wohl oder übel den Abfluss selbst reparieren müssen.
Also hat er den Abfluss aufgeschraubt und ganz hinten, in der untersten Ecke, da wo es schon monatelang getropft hat, eine schmierige, grau-braune Brühe entdeckt und weil er mit seiner Arbeit fertig war und noch nicht müde obwohl es schon lang nach Mitternacht war, diese Brühe untersucht und siehe da – er entdeckt den Bifidus.
Und den hat er dann gewaschen und gebürstet und ihn ins Joghurt gemischt wo er seitdem lebt und sich vermehrt.
Darum kaufe ich keine solchen Joghurts. Nein. Ich kaufe ganz normale ohne Bifidus. Die mit den alten Kulturen, die ich schon von klein auf kenne. Ich habe einmal so ein Bifidus Joghurt gegessen und mir wurde so schlecht. Weil ich hab immer an meinen Abfluss im Bad denken müssen. Den vom Waschbecken. Wo ich alle paar Wochen diese schleimige braun-schwarze Zeugs raushole wenn das Wasser nicht mehr abrinnt.

Mittwoch, April 02, 2008

test


Ich liebe solche Tests .
Diesen habe ich beim Herrn Bandini gefunden.

Ich bin ein ENFP - Ein Menschenkenner.
Ja, ich glaube, das trifft zu.

Inneres: ..NF..: intuitive Wahrnehmung und gefühlsmäßiges Entscheiden

Nach außen: E....P: extravertiert, anpassungsfähig

Menschenkenner (ENFP)

Sie sind ein Mensch, der immer wieder neue Möglichkeiten entdeckt, Dinge anders und unkonventionell zu erledigen, denn Sie sprühen vor immer neuen Ideen und Einfällen. Schwierigkeiten sind für Sie Herausforderungen und kreative Lösungswege lassen sich aus Ihrer Sicht immer ohne weiteres finden. Sie haben eine Antenne für andere Menschen und haben oft erstaunliche Einsichten in die Entwicklungsmöglichkeiten einer Person.

Wenn es darum geht, neue Projekte in die Wege zu leisten, sind Sie begeistert dabei und ziehen andere, die noch zögern mit Ihrer Begeisterung mit. Dabei erkennen Sie ohne Schwierigkeiten, wie Sie andere Menschen ansprechen können und nutzen Ihre Intuition sowohl dafür, Unterstützung für Ihre Projekte zu gewinnen als auch andere Menschen bei ihren Entscheidungen zu beraten.. Sie sind von dem Sinn und der Nützlichkeit Ihrer Inspiration überzeugt und deshalb auch bereit, jedes Hindernis zu überwinden.

Auch wenn Sie sich erholen, tun Sie das am besten, wenn Sie immer wieder neue Ideen und Interessen finden. Sie können sich für so viele verschiedene Dinge interessieren, daß es Ihnen schwerfällt, auszuwählen und sich auf´s Wesentliche zu konzentrieren. Mit Routinearbeiten tun Sie sich dagegen außerordentlich schwer, ja, Sie empfinden eine Beschäftigung mit den notwendigen Einzelheiten bei der Durchführung eines Projekts sogar schnell als unzumutbar. Sie können sogar das Interesse an Ihren eigenen Projekten verlieren, sobald erstmal die Anfangsschwierigkeiten überwunden sind und das Projekt endlich zu laufen beginnt.

Problematisch wird diese schnelle Begeisterungsfähigkeit dann, wenn Sie in Lebenssituationen kommen, in denen Sie Ausdauer und Durchhaltevermögen unabdingbar werden. Sie neigen vermutlich dazu, es zu solchen Situationen gar nicht erst kommen zu lassen und statt dessen sich zuvor schon einen neuen Wirkungsbereich zu suchen. Aber das können und werden Sie auf Dauer weder durchhalten noch wird es Sie selbst befriedigen. Früher oder später müssen Sie es lernen, sich für die wichtigsten Ihrer Interessen zu entscheiden und dann Ihre außerordentliche Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden und auf andere Menschen einzugehen, eben auf dieses Hindernis bei Ihnen selbst anwenden.

Wenn es Ihnen nicht mehr reichen sollte, als ein Mensch gesucht zu werden, der andere Menschen versteht, dann bemühen Sie sich darum, Ihr analytisches Denken weiterzuentwickeln. Das wird es Ihnen leichter machen zu erkennen, welche Weisheit in dem bekannten Spruch verborgen ist, nach dem der Teufel im (praktischen) Detail steckt.

sweet memories



Mein Erinnerungsvermögen ist ein Mysterium für mich.

Warum erinnere ich mich genau an die Farbe und an das Muster des Pullovers, den ich in der 4. Klasse an dem einen Nachmittag, als wir Physik hatten, trug, und nicht, warum ich vor sechs Sekunden in die Küche gegangen bin?
Kaum in der Küche, weiß ich nicht mehr, was ich da wollte. Und ich stehe zehn Minuten herum, denke und denke und es kommt nichts. Tabula rasa.
Warum erinnere ich mich an das Gelabere der Kollegin, die eine halbe Stunde von ihrem Friseurbesuch vor vier Jahren erzählt? Und ich weiß jedes einzelne Detail. Ich könnte es Wort für Wort niederschreiben.

Warum erinnere ich mich nicht an den witzigsten Witz aller Zeiten, den mir meine Freundin gestern erzählt hat?
Der einzige Witz, der mir dann einfällt, wenn ich ihn erzählen will, beginnt mit: Kennst du den, bei der eine Lehrerin in die Küche geht und nicht weiß warum?
Noch schlimmer ist es, wenn ich mit jemandem rede und nicht mehr weiß, was ich vor drei Sekunden sagen wollte.
Ganz schlimm ist es, wenn ich dann fragen muss: Was habe ich gerade gesagt?
Das allerschlimmste aber ist, dass man Dinge, die man vergessen will, nicht vergisst! Dieser Refrain von dem nervigen Lied, das du nur einmal im Radio gehört hast und das dir dann tagelang nicht mehr aus dem Kopf geht.
Und dann singst du es ständig! Und zwar tagelang und immer wieder!
Egal, was du tust, das Lied ist immer da. Während der Arbeit, beim Fernsehen, beim Joggen und sogar beim Sex. Okay, vorher. Oder danach. Je nachdem.

Ich bin draufgekommen, wie man das Lied wieder los wird.
Du musst das Lied jemandem geben.
Du kannst aber nicht einfach zu deinem Freund gehen und ihn fragen, den Refrain des besagten Liedes zu singen. Nein, du musst das subtiler angehen. Du fängst einfach in seinem Beisein an, das Lied zu summen.
Und siehe da, er summt es gleich darauf. Immer wieder.
Am nächsten Tag singt er es schon. Der singt dann immer das Lied, egal, was er tut. Während der Arbeit, beim Fernsehen, beim Joggen – falls er joggt – und sogar beim Sex – falls er Sex hat.

Aber pass auf, es funktioniert auch umgekehrt. Du kannst auch Opfer sein.
Und dann singst du wiederum tagelang . . . so wie ich . . .

Tu mir den Gefallen und klick.
Klick, bitte.
Klick! Ich sagte, klick!!
Sofort!!!
HIER !!!