Dienstag, Jänner 31, 2006

schon alles gesagt


Was glaubst du eigentlich?
Was erlaubst du dir eigentlich?
Ich habe dich gesehen.
Streit es nur nicht ab.
Da hinten in der Ecke.
Ich habe dich beobachtet.
Schnell hast du die Kippe ausgedrückt.
Lüg mich nicht an.
Wie stehst du überhaupt da?
Kannst du dich nicht gerade halten?
Halte mich nur nicht für blöd.
Steh dazu.
Sag die Wahrheit.
So was ist mir noch nicht untergekommen.
Mir frech ins Gesicht zu lügen.
Der Kollege schäumt.
Er überschlägt sich beim Reden.
Er ereifert sich.
Er ist außer sich.
Ich höre zu.

Ich beohachte ihn.
Sein Blick traurig.
Der Kopf gesenkt.
Die Lippen schmal.
Er sieht mich kurz an.
Ich schicke ihn hinaus.

Er ist zwölf.
Die Mutter trinkt.
Jedes Mal wenn ich mit ihr rede,
weint sie.
Der Vater irgendwo.
Der Bub
den ganzen Tag allein.
sich selbst überlassen.
Ich weiß dass er raucht.
Ich habe mit ihm darüber geredet.
Ihm zugeredet,
ihm eingeredet,
an ihm vorbeigeredet.
Was soll ich ihm sagen.
Es ist schon alles gesagt.
Was verstehe ich von seinem Leben?
Ich habe Angst,
die Dinge nicht so zu sehen wie sie sind.

suchst du einen mann?


Da fragt er mich – suchst du einen Mann?
Was soll ich nun sagen?
Ich denke nach.
Die gängige Antwort wäre – nein, ich lasse mich finden.
Was für ein Blödsinn.
Sich finden lassen.
Ich will mich nicht finden lassen.
Ich denke daran, wie ich irgendwo sitze, plötzlich taucht irgendeiner auf, und sagt, endlich habe ich dich gefunden.
Vielleicht will ich gar nicht, dass er mich findet.
Vielleicht will ich da einfach sitzen und warten und nachdenken.
Ich will nicht irgendeinen.
Irgendeinen gibt es immer.
Irgendeinen triffst du ziemlich oft.
Aber den einen triffst du selten.
Ich traf den einen vor Jahren.
Den heiratete ich.
Es war schön mit dem einen.
Und ich dachte, das würde so bleiben.
Doch es blieb nicht so.
Das war traurig.
Dann traf ich den einen, in den ich schon mit achtzehn verliebt war.
Es war perfekt.
Er würde nie klammern und mir den Atem nehmen.
Es war schön mit dem einen.
Ich dachte, das würde so bleiben.
Doch es blieb nicht so.
Ich erwachte.
Ich sah, ich war die zweite Geige.
Das war traurig.
Das tat weh.
Das schmerzte.
Ich denke daran, wie ich irgendwo sitze, plötzlich taucht irgendeiner auf und sagt, endlich habe ich dich gefunden.
Vielleicht will ich gar nicht, dass er mich findet.
Vielleicht will ich da einfach sitzen und warten, nachdenken.
Und ich will nicht, dass irgendeiner auftaucht und mich findet.
Ich will nicht irgendeinen.
Irgendeinen gibt es immer.
Irgendeinen triffst du ziemlich oft.
Aber den einen triffst du selten.
Und da fragt er mich – suchst du einen Mann?

Montag, Jänner 30, 2006

was für ein abend



Er sieht sehr attraktiv aus in seinen eng anliegenden Jeans und der Lederjacke als er auf mich zukommt.
Wir treffen uns vor dem Dom.
Er will meine Hand nehmen als wir Richtung Kaffeehaus gehen.
Ich wehre ab.
Wir sitzen im überfüllten Raum. Neben uns zwei ältliche Frauen, die ständig schwatzen. Er streicht mir mein Haar aus der Stirn. Ich zucke zusammen bei dieser Berührung, die so unvermutet kommt.
Er redet zuviel.
Plötzlich habe ich Bauchschmerzen und seine Stimme klingt nebelig.
Die anfängliche Sympathie verschwindet. Was habe ich nur an ihm gefunden an jenem Abend.
Es befremdet mich, dass er meinen Kaffee nicht bezahlt.
Er schlägt einen Lokalwechsel vor. Auf der Straße will er sich einhängen. Mir ist das unangenehm. Nein, sage ich.
Im Lokal ist ein Platz in der Ecke frei. Er rückt nah zu mir heran, berührt meinen Oberschenkel. In mir sträubt sich alles und mein Bauchweh wird stärker.
Er bestellt zwei Gläser Wein. Ich nippe einmal.
Er erzählt vom Hauskauf, der ein Schnäppchen war, seinen Plänen, im kommenden Jahr in den USA zu arbeiten. Ich solle ihn doch besuchen.
Er erzählt von seinem Beruf. Was er alles verändern will.
Er redet und ich nicke.
Nachdem ich die Suppe gegessen habe, lässt mein Bauchweh nach.
Ich trinke nur mehr Wasser.
Ich zünde mir eine Zigarette an
Er geht kurz weg um Geld zu holen.
Ich würde gern zu dir fahren sagt er unvermittelt.
Mit dir in deiner Wohnung ein Glas Wein trinken.
Du bist mir zu aufdringlich sage ich.
Endlich rückt er ab von mir.
Wir bezahlen getrennt.
Grinsend zeigt er der Kellnerin seine leere Geldbörse. Der Bankomat war defekt. Soll ich dich einladen, frage ich zynisch.
Ruf mich an wenn du zu Hause bist, sagt er. An seinem Auto steckt ein Strafzettel.
Zum Abschied will er mich küssen. Ich drehe den Kopf zur Seite und mache mich hastig davon.
Was für ein Abend.

mal mir ein bild


Mit dem Blau des Meeres deiner Träume
Mit dem Grün des Waldes deiner Sehnsucht
Mit dem Gelb der Sonne deiner Freude
Mit dem Braun der Erde deiner Beständigkeit
Mit dem Weiß des Schnees deiner Klarheit
Mit dem Grau des Regens deiner Traurigkeit
Mit dem Orange des Feuers deiner Leidenschaft
Mit dem Rot des Blutes deiner Liebe

Samstag, Jänner 28, 2006

mozart's balls


One of my students when giving his English host family a welcome-present said, "May I present you Mozart's balls?"

vivat mozart


Ich sitze im Kaffeehaus – vor mir eine Melange und Mineralwasser mit Zitrone.
Fällt es den Leuten eigentlich auf, wie laut es in einem Kaffeehaus ist?
Das Klirren der Gläser, das penetrant laute Geräusch der Kaffeemaschine. Heute ist es besonders schlimm. Übertragung des Herren-Weltcup- Rennens aus Garmisch in voller Lautstärke.
Vor mir die Salzburger Nachrichten mit Schwerpunkt Mozarts Geburtstag.
Auf der Titelseite eine Karikatur von Thomas Wizany – Mozart auf einem Billardtisch in koketter Pose als glo-ball-player.
Die Gruppe der abfahrtsbegeisterten Gäste starrt gebannt auf den Fernseher, Hermann Maier am Start. Ich sollte mehr Interesse zeigen als eine, die in seinem Heimatort lebt.
Einer der Zuschauer schreit laut „Hermann, gemma, du pockst des“, in steirischem Dialekt.
Vier andere nehmen am Nebentisch Platz, einer mischt Spielkarten - Prost, Manda, moch ma schnö a Spü.
Zwei deutsche Pärchen nehmen am Nebentisch Platz. Ihre Gesichter rot, ihre dicken Jacken dampfen beim Ausziehen. Ein Mann wendet mir ungeniert sein Hinterteil zu, mit dem ich mich auf Gesichtshöhe befinde.
Ich drehe mich weg und widme mich dem Leitartikel der Zeitung.
Der europäische Irrtum. Von der Suche nach der europäischen Identität ist die Rede.
Ronald Barazon schreibt, dass Identität ein sich entwickelnder Charakterzug sei.
Ich denke nach über meine eigene Identität. Ich fühle mich eher als Salzburgerin und Europäerin denn als Österreicherin.
Ich bin zu abgelenkt, um den Gedanken weiterzuspinnen.
Hermann Maier gewinnt die Abfahrt, die Gruppe grölt, das Kartenspiel wird unterbrochen. Alle prosten einander zu.
Ich entdecke Goldglitterpunkte auf meiner Bluse. Vom Vorabend. Faschingsparty in der Nachbargemeinde. Durchgetanzt mit Horst bis in den frühen Morgen.
Er, der wunderbar tanzende Kollege, hat dasselbe Gefühl für Musik und Bewegung wie ich. Es ist eigenartig - ein Gespräch zu führen mit ihm fällt mir schwer – doch beim Tanz mit ihm fühle ich die perfekte Übereinstimmung.
Jede kleine Nuance seiner Bewegung nehme ich wahr. Du musst dich beim Tanz ganz hingeben und einfach fühlen und dich leiten lassen.
Erstaunlich, du gehst auf alles ein, du spürst jede kleine Bewegung, sagt er als wir erhitzt zur Bar gehen. Er beherrscht es wunderbar, dich herumzuwirbeln und dann plötzlich ganz sanft, leicht innezuhalten und dich zu wiegen. Tanz ist wild und sanft, bestimmend und nachgebend, leise und laut.
In der Zauberflöte heißt es - ein Weib tut wenig, plaudert viel, lese ich.
Wenn man tanzt, gibt es nichts zu plaudern.
Der Klang des Wortes plaudern gefällt mir.
Es erinnert mich an die Zeit, als mein Sohn klein war.
Wenn er im Bett lag, und die Gutenachtgeschichte erzählt war, fragte er mich jedes Mal – Mama, wollen wir noch ein wenig plaudern?
Und so redeten wir noch einige Minuten von den Dingen, die im Lauf des Tages passiert waren.
Endlich ist die Abfahrt zu Ende. Der Fernseher wird ausgeschaltet. Die Männer vertiefen sich in ihr Kartenspiel. Ich lese vom „Fest Mozarts für alle“ gestern in der Stadt, von der riesigen Mozarttorte am Kapitelplatz, vom Andrang trotz der Kälte, von Mozartwürsteln und Kirschpunsch, von der Aufführung des „Divertissimo“ mit Rico Gulda, David Frühwirt, Timna Brauer & Elias Meiri, von den Geschichten aus Mozarts Leben, vom Glockenläuten zu seiner Geburtsstunde..
Manche spürten gestern den Geist Mozarts, lese ich.
Ja, manchmal spürt man ihn. Einmal, als ich hoch oben über der Stadt am Kapuzinerberg unterwegs war, und plötzlich, mitten im Wald, eine Arie hörte.
Damals, als ich diese Geschichte schrieb, spürte ich ihn auch.
Hier im Kaffeehaus spüre ich ihn nicht. Mozart ist hier kein Thema.

Happy birthday, Wolfgang Amadeus.

Du schönste Stadt am Salzachfluß
Ich schloß dich in mein Herz
Trotz täglich starkem Regenguß
Und kindlich hartem Schmerz

So schrieb thomas bernhard über salzburg.
Die stadt lockt sie an…aus aller welt.
Und heute, an diesem warmen spät-september-abend waren sie unterwegs in scharen. Die japaner, aufgeregt schwatzend, vor jahren noch kameras umgehängt, nun ausgestattet mit neuesten digitalen fotomaschinen.
Radiccio- risotto mit kürbis unter kastanienbäumen. Ich hätte doch die asiatische nudelpfanne wählen sollen.
Ein italienisches pärchen versucht, die speisekarte zu entziffern und diskutiert mit der kellnerin, die kein wort versteht.
Zwischen kirchturmspitzen und dem weichen licht der untergehenden sonne mozart in allen variationen.
Der konkurrenzkampf tobt zwischen echten und original salzburger mozartkugeln, die palette bietet alles vom zart auf der zunge zergehenden mozarttaler bis zur kugel mit marzipankern, umhüllt von heller schokolade, den riegel gefüllt mit feinem nougat umgeben von dunklem, zartbitterem schokolademantel.



Die kellnerin serviert wiener schnitzel mit pommes frites. Das pärchen ist zufrieden und strahlt.
Im cafe tomaselli gegenüber die einheimischen in feinem loden und handgemachten lederschnürschuhen. Studenten schlürfen kaffee und diskutieren angeregt. Der kellner ist seit jahren derselbe. Höflich und zuvorkommend hilft er der alten dame in den mantel. Bitt schö, gnä Frau. Ganz leicht der herbe geruch der pferde, die am domplatz ungeduldig stampfen und gemeinsam mit den fiakern auf kundschaft warten.
Unterhalb des kruzifix an der steinmauer ein müllsack mit dosen und mc donald’s bechern.
Die goldgasse lockt die japaner in ihre chinesischen restaurants. Gegenüber die tische blauweiß gedeckt, das münchner stadtwappen schmückt die fenster. Einige Amerikaner laben sich mit weißwurst, brezeln und bier und reden vom oktoberfest.
Die melange ist köstlich wie immer und der schokoladekuchen zergeht auf meiner zunge.
Als ich über die staatsbrücke gehe, blicke ich hinauf zur festung, die in magischem licht erstrahlt.
auf dem weg zu meinem auto höre ich ganz leise aus geöffneten fenstern eine mozartsonate.
Noch ist nicht alles verloren in salzburg.





Sonntag, Jänner 22, 2006

how to write about africa



Binyavanga Wainaina

Some tips: sunsets and starvation are good

Always use the word 'Africa' or 'Darkness' or 'Safari' in your title. Subtitles may include the words 'Zanzibar', 'Masai', 'Zulu', 'Zambezi', 'Congo', 'Nile', 'Big', 'Sky', 'Shadow', 'Drum', 'Sun' or 'Bygone'. Also useful are words such as 'Guerrillas', 'Timeless', 'Primordial' and 'Tribal'. Note that 'People' means Africans who are not black, while 'The People' means black Africans.
Never have a picture of a well-adjusted African on the cover of your book, or in it, unless that African has won the Nobel Prize. An AK-47, prominent ribs, naked breasts: use these. If you must include an African, make sure you get one in Masai or Zulu or Dogon dress.
In your text, treat Africa as if it were one country. It is hot and dusty with rolling grasslands and huge herds of animals and tall, thin people who are starving. Or it is hot and steamy with very short people who eat primates. Don't get bogged down with precise descriptions. Africa is big: fifty-four countries, 900 million people who are too busy starving and dying and warring and emigrating to read your book. The continent is full of deserts, jungles, highlands, savannahs and many other things, but your reader doesn't care about all that, so keep your descriptions romantic and evocative and unparticular.
Make sure you show how Africans have music and rhythm deep in their souls, and eat things no other humans eat. Do not mention rice and beef and wheat; monkey-brain is an African's cuisine of choice, along with goat, snake, worms and grubs and all manner of game meat. Make sure you show that you are able to eat such food without flinching, and describe how you learn to enjoy it—because you care.
Taboo subjects: ordinary domestic scenes, love between Africans (unless a death is involved), references to African writers or intellectuals, mention of school-going children who are not suffering from yaws or Ebola fever or female genital mutilation.
Throughout the book, adopt a sotto voice, in conspiracy with the reader, and a sad I-expected-so-much tone. Establish early on that your liberalism is impeccable, and mention near the beginning how much you love Africa, how you fell in love with the place and can't live without her. Africa is the only continent you can love—take advantage of this. If you are a man, thrust yourself into her warm virgin forests. If you are a woman, treat Africa as a man who wears a bush jacket and disappears off into the sunset. Africa is to be pitied, worshipped or dominated. Whichever angle you take, be sure to leave the strong impression that without your intervention and your important book, Africa is doomed.
Your African characters may include naked warriors, loyal servants, diviners and seers, ancient wise men living in hermitic splendour. Or corrupt politicians, inept polygamous travel-guides, and prostitutes you have slept with. The Loyal Servant always behaves like a seven-year-old and needs a firm hand; he is scared of snakes, good with children, and always involving you in his complex domestic dramas. The Ancient Wise Man always comes from a noble tribe (not the money-grubbing tribes like the Gikuyu, the Igbo or the Shona). He has rheumy eyes and is close to the Earth. The Modern African is a fat man who steals and works in the visa office, refusing to give work permits to qualified Westerners who really care about Africa. He is an enemy of development, always using his government job to make it difficult for pragmatic and good-hearted expats to set up NGOs or Legal Conservation Areas. Or he is an Oxford-educated intellectual turned serial-killing politician in a Savile Row suit. He is a cannibal who likes Cristal champagne, and his mother is a rich witch-doctor who really runs the country.
Among your characters you must always include The Starving African, who wanders the refugee camp nearly naked, and waits for the benevolence of the West. Her children have flies on their eyelids and pot bellies, and her breasts are flat and empty. She must look utterly helpless. She can have no past, no history; such diversions ruin the dramatic moment. Moans are good. She must never say anything about herself in the dialogue except to speak of her (unspeakable) suffering. Also be sure to include a warm and motherly woman who has a rolling laugh and who is concerned for your well-being. Just call her Mama. Her children are all delinquent. These characters should buzz around your main hero, making him look good. Your hero can teach them, bathe them, feed them; he carries lots of babies and has seen Death. Your hero is you (if reportage), or a beautiful, tragic international celebrity/aristocrat who now cares for animals (if fiction).
Bad Western characters may include children of Tory cabinet ministers, Afrikaners, employees of the World Bank. When talking about exploitation by foreigners mention the Chinese and Indian traders. Blame the West for Africa's situation. But do not be too specific.
Broad brushstrokes throughout are good. Avoid having the African characters laugh, or struggle to educate their kids, or just make do in mundane circumstances. Have them illuminate something about Europe or America in Africa. African characters should be colourful, exotic, larger than life—but empty inside, with no dialogue, no conflicts or resolutions in their stories, no depth or quirks to confuse the cause.
Describe, in detail, naked breasts (young, old, conservative, recently raped, big, small) or mutilated genitals, or enhanced genitals. Or any kind of genitals. And dead bodies. Or, better, naked dead bodies. And especially rotting naked dead bodies. Remember, any work you submit in which people look filthy and miserable will be referred to as the 'real Africa', and you want that on your dust jacket. Do not feel queasy about this: you are trying to help them to get aid from the West. The biggest taboo in writing about Africa is to describe or show dead or suffering white people.
Animals, on the other hand, must be treated as well rounded, complex characters. They speak (or grunt while tossing their manes proudly) and have names, ambitions and desires. They also have family values: see how lions teach their children? Elephants are caring, and are good feminists or dignified patriarchs. So are gorillas. Never, ever say anything negative about an elephant or a gorilla. Elephants may attack people's property, destroy their crops, and even kill them. Always take the side of the elephant. Big cats have public-school accents. Hyenas are fair game and have vaguely Middle Eastern accents. Any short Africans who live in the jungle or desert may be portrayed with good humour (unless they are in conflict with an elephant or chimpanzee or gorilla, in which case they are pure evil).
After celebrity activists and aid workers, conservationists are Africa's most important people. Do not offend them. You need them to invite you to their 30,000-acre game ranch or 'conservation area', and this is the only way you will get to interview the celebrity activist. Often a book cover with a heroic-looking conservationist on it works magic for sales. Anybody white, tanned and wearing khaki who once had a pet antelope or a farm is a conservationist, one who is preserving Africa's rich heritage. When interviewing him or her, do not ask how much funding they have; do not ask how much money they make off their game. Never ask how much they pay their employees.
Readers will be put off if you don't mention the light in Africa. And sunsets, the African sunset is a must. It is always big and red. There is always a big sky. Wide empty spaces and game are critical—Africa is the Land of Wide Empty Spaces. When writing about the plight of flora and fauna, make sure you mention that Africa is overpopulated. When your main character is in a desert or jungle living with indigenous peoples (anybody short) it is okay to mention that Africa has been severely depopulated by Aids and War (use caps).
You'll also need a nightclub called Tropicana, where mercenaries, evil nouveau riche Africans and prostitutes and guerrillas and expats hang out.
Always end your book with Nelson Mandela saying something about rainbows or renaissances. Because you care.

Samstag, Jänner 21, 2006

motz art


Can brain farts cure sinusitis?
Spacecaptain is suffering.

Freitag, Jänner 20, 2006

warten auf godot

In diesem einen Bahnhof gibt es noch einen Warteraum, von denen es früher, als ich ein Kind war, unzählige gab.

Die Wände lindgrün oder weiß gestrichen, bis zur Hälfte braun getäfelt, die großen Tische aus Resopal, Sitzbänke und Sessel aus Holz.
Der Geruch - eine Mischung aus Ruß und Rauch.
Ich lebte damals bei meiner Großmutter und nur am Wochenende fuhr ich zu meinen Eltern, die kurz zuvor umgezogen waren, weil es in jenem Ort eine besser bezahlte Arbeit gab. Ich hatte nicht mitkommen dürfen. Es war nicht üblich, mitten im Jahr die Schule zu wechseln.
Im Winter war es kalt am Bahnsteig. Zugig und windig. Die Kälte drang durch bis auf meine Haut. Die Züge hatten oft Verspätung und meine Großmutter schickte mich immer zu früh zum Bahnhof. In den Warteraum ging ich erst, als ich meine Finger und Zehen nicht mehr spürte.
Am liebsten war es mir, wenn er leer war. Doch das war nicht oft der Fall. Meistens saßen zwei oder drei Personen da. Eine ältliche Frau mit Kopftuch und grauem Lodenmantel, die Einkaufstasche schwer beladen daneben auf der Bank.
Mit leerem Blick vor sich hinstarrend. Manchmal blickte sie auf und sah mich vorwurfsvoll an. Ich sah dann schnell weg.
Oft saß ein Betrunkener da.
Mit Rucksack und einer Schnaps- oder Bierflasche.
Ihn musterte ich verstohlen.
Er redete vor sich hin. Er nahm nichts und niemanden wahr. Dann und wann kramte er in seinem Rucksack und holte allerlei Sachen hervor. Ein großes, zerknülltes Stofftaschentuch, mit dem er sich das Gesicht abwischte, ein Stück Wurst eingewickelt in Wachspapier, Brot in einem Plastiksack.
Dann begann er zu essen und ich beobachtete ihn.

Vor kurzem war ich in diesem Warteraum und die Eindrücke und Erinnerungen an die Zeit, die ich hier verwartet hatte, kamen zurück.
Es war eine vollkommen unnütze Zeit.
Es war einfach nur Warten als Handlung. So wie die zwei Landstreicher in "Warten auf Godot".
Eigentlich warten wir unser ganzes Leben.
Wir warten und erwarten.
Wir warten auf einen Brief, auf eine gute Idee, auf das neue Jahr.
Wir warten im Wartezimmer des Arztes.
Als Kind warteten wir ungeduldig freudig auf das Christkind. Wir warten auf den Geliebten.
Wir warten, bis die Sonne aufgeht und es zu regnen aufhört. Wir warten auf den den Urlaub, das Wochenende, die Tageszeitung.
Wir warten auf den Tod.

Ich wartete fünf Tage, bis der Hausbesorger den Schnee von meinem Garagendach räumte.
Dieses Warten ärgerte mich weil es meinen Tagesablauf bestimmte und ständig in meinen Gedanken war.
Ich konnte mein Auto nicht vor der Garage stehen lassen. Die Schneelast konnte jeden Moment herunterklatschen. Dasselbe beim Raus- und Reinfahren. Hoffentlich nicht gerade jetzt.
Und die ganze Zeit der Gedanke– wann kommt er – wie lang muss ich noch warten – mehrere Anrufe bei der Hausverwaltung.
Jedes Mal wenn die Türglocke läutete, glaubte ich, nun sei er da.
Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam, sah ich es.
Der Schnee war nicht mehr am Dach.
Er war vor der Garage.
Nun warte ich auf den Schneepflug, sodass ich mein Auto wieder in die hinein stellen kann.

new school


Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich das erste Mal hierher kam, um mich an der neuen Schule, an der ich von nun an unterrichten sollte, vorzustellen.
Ich war noch nie zuvor hier gewesen – vor Jahren mal in der Nähe bei einem Ausbildungsschikurs, doch damals war ich nur mitgefahren mit einer Kollegin.
Mein Orientierungssinn ist nicht der beste, und es schien mir, als dauerte die Anreise eine Ewigkeit – wie überraschend war dann die Weite des Ortes. Die Kirche fiel mir als erstes auf, und davor die alten Bäume. Verglichen mit dem kleinen, verlassenen Bauerndorf, aus dem ich kam, herrschte reges Treiben.
Die Schule gefiel mir – ein altes Gebäude, das mich an meine eigene Volksschule erinnerte. Auch der Geruch im Inneren war derselbe.
Es war gerade Pause, und das Gefühl war ein ganz besonderes, als ich mich durch die Schüler, die lärmend die Stufen herunter rannten, zwängte,
Als ich aufgefordert wurde, die Direktion zu betreten, sah ich vor mir einen verschmitzen Mann, der laut telefonierte, mir mit einer schnellen Handbewegung bedeutete, Platz zu nehmen Mir fielen die Worte meines Kollegen ein, der, als ich ihm sagte, wo meine neue Schule war, lächelte und bemerkte, ah…beim Peter, du wirst sehen, sein Humor ist ein eigenartiger, der nicht immer verständlich ist.
Nachdem mich Herr Berger begrüßt hatte, fragte er mich, ob ich skeptisch sei. Nein, gar nicht – eigentlich lasse ich neues einfach auf mich zukommen.
Er schmunzelte und meinte, ein wenig Skepsis wäre schon angebracht.
Mir gefiel, wie er mich meinen neuen Kollegen vorstellte.
Ich war verwirrt, ein ständiges Kommen und gehen, die Gänge verwinkelt mit unzähligen Räumen, niemals würde ich mir die Namen der Lehrer merken können, geschweige denn die der Schüler.
Ich setzte mich auf den einzigen freien Platz – der Kollege, nachdem ich ihm von der langen Anreise erzählt hatte, antwortete – du hättest ja nicht kommen müssen.
Ich bin geschieden und hierher versetzt worden - er entschuldigte sich und lächelte.
Susanne war die erste, mit der ich ins Gespräch kam. Sie erzählte von ihrer Zeit als Lehrerin im in meinem Heimatort..
Sie hatte, so stellte sich im weiteren Gespräch heraus, sogar bei meiner Tante gewohnt.
Den Nachmittag verbrachte ich in der Direktion. Ich war verwirrt und überfordert – ständig läutete das Ttelefon oder es kam jemand herein. Herr Berger telefonierte zwei Stunden lang, bis er endlich eine Wohnung für mich fand.
Er wehrte mein Dankeschön mit einer schnellen Handbewegung ab.
Wir sind mitten im Umbau, sagte er. In zwei Jahren haben wir eine neue Schule. Es wird also anstrengend, sagte er. All der Lärm und Staub.
Ich fühlte mich von Anfang an wohl, nur aus einigen der männlichen Kollegen wurde ich nicht klug. Sie schienen mir nicht sehr freundlich.
Ihr Humor war anders als der, den ich gewohnt bin.
Erst nach einiger Wochen wurde mir bewusst, dass ich wohl etwas zu ungestüm gewesen war
Es gibt keine Vorschusslorbeeren. Nicht in meinem Beruf. Alles, was du dir erarbeitet hast, alles was du bist, gilt nicht in einer neuen Umgebung. Du fängst ganz von vorne an.
Du kannst nicht mit der selbstverständlichen Art, die du gewohnt bist, Vorschläge machen.
Du musst dich anpassen. Alles andere wird als Kritik empfunden, auch wenn du es nicht meinst.
Du musst dich vom ersten Tag an mit der neuen Schule, an der du bist, identifizieren.
Und das ist schwierig, auch wenn du es versuchst.
Nicht einen Tag wollte ich weg von hier. Herr Berger zweifelte lange daran.
Erst nun sehe ich, dass ich zu ungeduldig war.
Erst nun merke ich, dass alles seine Zeit braucht.
Und bei seiner Verabschiedung letztes Jahr – er ging in Pension – sagte er mit einem herzlichen Händedruck und einer Umarmung – Du bist eine Bereicherung für die Schule.
Das war sehr schön und hat mich gefreut.
Nun bin ich schon drei Jahre hier, wir haben eine wunderschöne, neue Schule.
Und ich will nicht mehr weg.

Donnerstag, Jänner 19, 2006

cemeteries







I love cemeteries.
It might have to do with the death of my sister, who was two years younger than me.
I was three then and cannot remember my sister at all. I only remember her from photos. She looked totally different from me – my mum used to tell me – black hair like herself.
I always thought, there was only my parents and me when I think back of those times.
What I remember well is that I used to make graves out of clay in the kindergarten.
The nurse was worried, I guess and told my parents about it. I do not know whether they talked to me about it or not. I went on producing graves until I started going to school, I think.
The atmosphere in a cemetary is a special one.
It is quiet, there is a particular scent in the air, a mixture of flowers and holy water.
The light is also a special one.
And the people there, mostly elderly women, with their ewers walking slowly up and down, or weeding and arranging flowers.
Last year I spent two hours in a cemetery on the Isle of Wight. It was not a good idea that my adolescent son was with me. He was impatient and kept asking me what we were doing on such a boring place instead of heading for the bowling arcade.
So when you visit a cemetary you have to be on your own.
You need time to look at the graves, the inscriptions, the figures.
Children’s graves make me a little sad.
And then there are the new graves that have got the fresh flowers and the wooden crosses with the photos on them.
And then you think of all the sadness that comes into your life when someone beloved has died.
I have never been on a cemetery when the sun was not shining.
And I have not been there in winter either. But Salzblog has.
And he has made a wonderful photo.

Mittwoch, Jänner 18, 2006

morgenstund

Ich könnte den Tag mehr genießen, wenn er nicht so früh anfinge.

Mein erster Wecker läutet um halb sieben.
Der zweite dann eine Viertelstunde später
Und der dritte um fünf nach.
Um zehn nach sieben stehe ich auf.
Licht vertrage ich nicht viel um die Zeit.
Das heißt, ich frühstücke im Halbdunkel.
Ich schalte nur das Licht im Badezimmer ein und lasse die Tür einen Spalt offen.
Ich will nicht reden. Und ich will auch nicht vollgequatscht werden. Ich will einfach meine Ruhe.
Heute war es besonders schlimm. Besonders dunkel.
Wegen des starken Schneefalls.

Fast hätte ich mich täuschen lassen in den letzten Tagen hellen Sonnenscheins.
Um die Mittagszeit, wenn ich kurze Zeit am Balkon saß, hörte ich manchmal, ganz leise, ein Tropfen. Es kam vom großen Eiszapfen am Dach.
Fast hätte ich gemeint, die ersten, ganz leisen Anzeichen sind da.
Ich habe das Wort Frühling vorläufig aus meinem aktiven Wortschatz gebannt..
Heute ist tiefster Winter.
Der Schneewechte am Garagenvordach hängt gefährlich weit herab.
Zweimal hab ich die Hausverwaltung schon angerufen.
Aber es tut sich nichts.
Ich hoffe nur, dass sie nicht gerade herunterklatscht, wenn ich das Garagentor öffne.
Jedenfalls war meine Laune heute früh nicht die beste.
Zu spät aufgestanden.
Nicht mal Zeit, die Zeitung aus dem Postfach zu holen, um sie zu überfliegen.
Eiligst duschen, Haare waschen und fönen.
Und dann der Ärger am Parkplatz weil einige Kollegen nicht Platz sparend parken können oder wollen und ich fünfzig Meter entfernt parken muss; danach durch den tiefen Schnee stapfe, ausrutsche und klatschnass fast zu spät komme.
Ich weiß, ich bin undankbar.
Ich brauche fünf Minuten mit dem Auto zu meinem Arbeitsplatz, ich komme nie später als um halb drei nach Hause und der Verdienst ist auch angemessen.
Gerade eben las ich den heutigen Spruch in meinem Sprüchebüchlein.

„Lebensglück besteht darin, es sich zur Gewohnheit zu machen, den Tag mit mehr Frohsinn und Freude zu beginnen“.

Vielleicht schaffe ich es morgen, um sechs Uhr aufzustehen, ausgiebig und lange zu duschen, mit einem Lächeln auf den Lippen in der hell erleuchteten Küche mein Frühstück zu verzehren, die Zeitung in Ruhe zu lesen und voll Freude und ohne Hektik zu Fuß in die Arbeit zu gehen.
Ich habe leichte Zweifel, dass es mir gelingt – laut Wetterbericht schneit es morgen den ganzen Tag.

Dienstag, Jänner 17, 2006

für a.

Manchmal
Gehe ich
Hinaus
In den Schuppen
Verkrieche mich
Zwischen meinen Bildern
Und vor den anderen
Ordne die Farben
Und meine Gedanken
Tauche ein
In die Regenbogenwelt
Und meine Träume
Krame in meinen Schubladen
Und meinen Erinnerungen
Finde
Einen Zuckerkringel
Und schmecke
Die Süße meiner Kindheit.

Montag, Jänner 16, 2006

lifeball vienna und münchner oktoberfest

Das Thema des letzten Faschingsballs war „Münchner Oktoberfest“.
Die Oberweite, die mir damals fehlte, hätte ich nun.
Das diesjährige Motto unseres Faschingsballs ist „Lifeball"
Eigentlich ein unkompliziertes Motto. Je weniger, umso besser.

Ich habe seit Weihnachten drei Kilo zugenommen. Mit diesen Worten stürmt Lofloh in mein Wohnzimmer, nachdem sie zuvor Sturm geläutet hat, wirft sich auf die Couch und vergräbt ihr Gesicht im Polster.
Ich habe heute gefressen, sagt sie. Vormittags vier Stück vom Geburtstagskuchen der Kollegin Susanne – heimlich – sodass niemand es sieht.
Nach der Arbeit kaufte ich mir zwei Schaumrollen und abends verschlang ich zwei Hendlhaxen und Pommes.
Sie steht auf, geht herum mit gequältem Blick. Tee, frage ich?
Nein, nur ein Glas Wasser.
Du bist schön wie eh und je, sage ich.
Ich sehe nicht, dass du zugenommen hast.
Außerdem muss ich zum Friseur – ich brauche eine Dauerwelle – sie steht vorm Spiegel, wühlt in ihrem Haar, Ihr Blick ist noch immer gequält.
Nein, sage ich.
I like your hair spiky. Wer trägt denn heut noch Locken?
Jammer nicht. Ich habe auch drei Kilo zugenommen, bemerke ich.
Jeden Tag Langlaufen, abends Heimtrainer – aber es geht nix runter.
Es ist ein ewiges Auf und Ab mit dem Gewicht.
Irgendwie beneide ich die Frauen, die mit einer Selbstverständlichkeit ihr Übergewicht zur Schau stellen und enge Pullis und kurze Röcke tragen.
Ich bin zu eitel.
Ich sollte mehr an meinem Selbstbewusstsein arbeiten.
Ich verstehe es geschickt, meine Problemzonen zu verstecken.
Es gelingt mir immer wieder, dass niemand bemerkt, wenn ich zugenommen habe.
Nur ich.
Oder sind alle nur zu höflich?
Ich ziehe den Bauch geschickt ein, wann immer aufstehe und nur, wenn der Tisch, hinter dem ich sitze, hoch genug ist, entspanne ich meine Bauchmuskeln.

Im Geiste gehe ich meine Kolleginnen durch.
Nur eine kommt für ein Kostüm, das viel Haut zeigt, in Betracht.
Der Gedanke an die Männer im Stringtanga lässt mich schaudern.

Wir fangen nun an, unseren Body richtig zu formen, sagt Lofloh.
Jeden Tag Langlaufen, jeden Abend eine Stunde am Heimtrainer, keinen einzigen Aerobic-Abend versäumen, vor dem Schlafengehen Sit-ups und bewusst essen.
Wir besorgen uns ein Korsett und Netzstrümpfe.
Wir schminken uns richtig klasse.
Ich hab mir schon die Fotos vom Wiener Life-Ball angeschaut, sage ich.
Ja, sagt Lofloh, ich habe auch schon eine Idee.
Wir als exotische Samba-Tänzerinnen. Ich habe meine Zweifel.
Nicht nur wegen der Hautfarbe.
Voriges Jahr um die Zeit hatte ich fünf Kilo weniger. Da war ich im Süden, verbrachte den ganzenTag am Meer und aß fast nichts.
Es ist noch nicht zu spät. Es dauert ja noch einige Wochen.
Bis dahin nehmen wir ab – den Teint sprühen wir auf.
Wir fangen morgen an, sage ich.
Wie wär’s nun mit einem Faschingskrapfen?
Gern, sagt Lofloh.
Für den Fasching im nächsten Jahr werde ich das Thema „Barock“ vorschlagen.
Da können wir dann schon ab Herbst unsere Figuren formen.

Sonntag, Jänner 15, 2006

handy-wo-man-ia


Den Satz „Das ist meines“, höre ich immer dann mehrmals, wenn ich in einem Cafe sitze, ein Handy läutet, und gleichzeitig fünf Leute in die Tasche greifen.
„Doch nicht meines“, hört man gleich darauf seufzend.
Der, dessen Handy es dann doch ist und das mit dem Schni-schna-schnappi-Klingelton die Stille des Raumes durchbricht, wird mit wenig freundlichen blicken der Anwesenden bedacht.
Leider läutet meines dann niemals, weil es zu Hause liegt oder ich vergessen habe, es einzuschalten.
Und wenn meines läutet, dann bin ich so überrascht, ja fast geschockt, dass ich es in der Aufregung in meiner Tasche nicht finde. Aus unerfindlichen Gründen schaffe ich es nicht, mein Handy in das dafür vorgesehene Handy-Etui zu stecken.
Ich muss gestehen, dass ich damals beim Kauf meines neuen Handys nicht nur verärgert war, weil ich meine Geburtsdaten, ein polizeiliches Führungszeugnis, meinen Lohnzettel und mein Gewicht angeben musste, sondern auch sehr erfreut, ja fast glücklich, ob des kleinen, eleganten Etwas, das blinkte wie ein Christbaum auf der 5th Avenue, wann immer es läutete.
Die ersten Tage verbrachte ich mit dem Auswählen eines zu mir passenden Klingeltones und nach langem hin und her entschied ich mich für „smoke on the water“, dessen Melodie mich an einen Abend erinnert, an dem ich erstmals in meinem Leben zuviel getrunken und mir den Kopf an einem Balken derart angestoßen hatte, dass die Platzwunde, die ich davongetragen hatte, genäht werden musste.
Das erste Mal läutete mein Handy am Elternabend – ob ich es bewusst nicht ausgeschaltet hatte, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls dauerte es einige Minuten, bis ich bemerkte, dass es meines war. Ich hatte mich noch gewundert, über all die Blicke, die mich trafen und führte sie auf den neuen Pulli zurück.
Es war eine Mischung aus stolz und Peinlichkeit, die mich veranlasste, blitzschnell den Kram meiner Handtasche auszupacken und das Handy, das ganz unten in der Taschenecke verzweifelt vor sich hin blinkte und spielte, an mich zu nehmen und mit einem „Entschuldigung“, aus dem Raum zu laufen. Als ich endlich den Antwort-Knopf gefunden hatte, hörte ich mein Sohn die kurze Frage stellen, „Mum, wie viel Mehl brauch ich für eine Pizza?“
Ich bin kein Handy-Mensch. Bis vor kurzem besaß ich ein Wertkartenhandy aus Plastik, bis ich mir nach langem Zureden meines Sohnes, der neben seinem Studium für Sony-Ericsson jobbt, ein meinem Alter und gesellschaftlichen Rang entsprechendes Handy kaufte.
Außerdem wollte ich meinem Sohn die Peinlichkeit ersparen, dass seine Mutter ein Spielzeughandy besaß und er einen effizienten Communicator, der es erlaubte, Videos zu verschicken, sich mit dem Internet zu verbinden und das Rezept für eine Pizza jederzeit abrufen zu können.
Es ist egal, wo du bist – ob auf einer Alm hoch droben, im Zug oder in einem schönen Restaurant, Handy-Melodien der ungewöhnlichen Art sind zum alltäglichen Hörerlebnis geworden.
Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang heimlich mein Handy klingeln ließ, um es dann an mein Ohr zu halten und beiläufig zu sagen, „Ich rufe dich gleich zurück“.
Ich wollte nicht zu denjenigen gehören, deren Gespräch wie folgt lautet, „Hallo?“ – „Hallo, wo bist?“ – „Bin grod im Zug“. „I woar einkaufen, ich kimm glei hoam“. „Wos tuast du?“ „Nix“. „Konnst scho den Tisch decken und des Brot auftauen. I bring an Salat und die Extrawurscht mit“. „Bis glei“. „Jo, pfiati“
Eigentlich hätte ich nur ein Handy zum Telefonieren gebraucht – die Zusatzfunktionen, mit denen es ausgestattet ist, nütze ich nicht.
Aber erst letzte Woche erzählte mir mein Schwager beim Familientreffen, meine Schwester habe alle Termine, Geburtstage, Backzeiten von Kuchen, Weihnachtskeksen, Spritverbrauch und anderes in ihrem Handy gespeichert.
Das imponierte mir und noch am selben Abend speicherte ich den 95.geburtstag meiner Großtante ab.
Leider hatte ich, als mich mein Handy dann nach einer Woche daran erinnerte, es zu Hause am Nachtkästchen vergessen.
So schrieb ich, wie jedes Jahr, die karte an meine Großtante eine Woche später, nachdem mich meine Mutter an ihren Geburtstag erinnert hatte.
Derzeit trage ich mich mit dem Gedanken, mir ein neues Handy zuzulegen, das mir erlaubt, mich im Kaffeehaus mit meinem Laptop zu verbinden, mein Telefonbuch zu speichern und nicht vorhandene Kontakte zu verwalten.
Zuvor brauche ich aber noch einen Laptop mit allem drum und dran, und jemanden, der mir erklärt, wie das alles funktioniert weil zum Lesen der Bedienungsanleitung habe ich weder Lust noch Zeit. Außerdem klingelt gerade mein Handy.
Die neue Melodie von DJ Bomba ist der Hammer. Und ich habe gerade die perfekte Message für jeden Anlass herunter geladen. Individuell, witzig - meine persönliche Sprachnachricht als Stimmenimitation.
Ich rede am Handy nun wie Britney Spears. Und das alles für nur 99 Cent. Das muss sein – man gönnt sich ja sonst nichts.

mein balkon

Im Frühjahr ist mein Balkon
ein Sonnenplatz
ich stelle die Pflanzen hinaus
und beginne, sie sorgsam zu gießen.

Im Sommer
ist mein Balkon
ein Schattenplatz
ich frage die Sonnenblume nach ihren Gedanken.

Im Herbst
ist mein Balkon
ein Ruheplatz
die Meisen picken der Sonnenblume
ihre Kerne heraus.

Im Winter
ist mein Balkon
ein verlassener Platz
ich sehe den Meisen vom Fenster aus zu
und denke an das Sonnenblumengelb.

Samstag, Jänner 14, 2006

creative soap




Wie toll – du machst eine Homepage, teilst sie auf in eine Million Pixel und verkaufst jedes Pixel für einen US-Dollar.
Alex Tew, ein Student aus England kam auf diese Idee und finanziert sich damit sein Studium. 15 000 US Dollar hat er schon eingenommen.
Ich habe viele gute Ideen – das Problem dabei ist nur, dass sie zwar nicht schlecht sind, aber auch kein Geld einbringen.
Vor einem Jahr weissagte mir eine Wahrsagerin, dass ich in einigen Jahren zu viel Geld kommen würde. Solchen Unsinn glaube ich natürlich nicht.
Ich war, als ich im vorigen Jahr mit Lofloh anfing, Seifen zu sieden, überzeugt, dass die Wahrsagerin das gemeint hatte.
Nicht, dass die Seifen keinen Absatz finden würden – die nette Verkäuferin im Bioladen ist jedes Mal hingerissen von unseren Seifenstücken.
Aber bis jetzt haben wir gerade das Geld, das wir ausgaben, um die ganzen Zutaten
zu kaufen, eingenommen.
Es ist eine tolle Arbeit. Lofloh und ich im blauen Arbeitskittel mit Schutzbrille und Gummihandschuhen ausgestattet, in der Garage mit all den Ölen, Duftstoffen, Kräutern und Gewürzen vor dem Elektrokocher.
Der Seufzer, den Lohfloh alle paar Minuten ausstößt, ist eine Mischung aus Begeisterung und Aufregung.
Es funktioniert immer alles wunderbar - jeder Handgriff sitzt – das goldgelbe Olivenöl erwärmt sich im großen Topf, die wunderbar duftenden Kräuter vermischt mit den Aromaölen verbreiten den schönsten Duft zwischen Auto, Werkzeugkiste und Restmüllbehälter, sogar den alles entscheidenden Moment, in dem die Öle mit der Lauge vermischt werden, meistern wir mit Bravour.
Dass die Schachtel, zuvor sorgfältig mit Folie ausgekleidet, dem druck der zähen Seifenmasse nicht standhalten würde – konnten wir nicht voraussehen.
In wenigen Sekunden ergießt sich der grüne Pfefferminzseifenbrei auf den Garagenboden. Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zur Seite zu hüpfen, schnell Schaufel und Schöpflöffel an uns zu nehmen, das ganze blitzschnell in die zweite Schachtel – die wir in weiser Voraussicht mit Folie ausgelegt haben – hineinzuschaufeln, als der neugierige Nachbar vor uns steht und uns fassungslos anstarrt.
Wir rücken geschwind unsere Schutzbrillen zurecht, lächeln ihn an und sagen beiläufig – Bioseife mit Peelingeffekt – noch nie was gehört davon?
Die Pfefferminzseife war die erste Seife, die ausverkauft war.
Nur der dunkelgrüne Fleck am Garagenboden erinnert noch daran.
Mittlerweile sind Wohnung und Haus eine einzige Seifenkiste. Hinter der Couch duftet die Lavendelseife vor sich hin, die Ringelblumenseife hat ihren Platz neben dem Hometrainer, die Rosenseife verbreitet in der Toilette ihren unverwechselbaren Duft und die Weihnachtsseife wartet in der in der Vorratskammer neben der Schachtel mit den bemalten Ostereiern auf ihren Einsatz.
Und wir warten nach wie vor auf den Geldregen.
Soviel ist klar – mit dem Seifensieden werde ich nicht reich.
Ich bin mir sicher, die Wahrsagerin meinte den Werbegrafiker, den ich am Wochenende kennen lernte.
Ich werde seine Einladung zum Abendessen annehmen, mich von meiner charmantesten Seite zeigen und das Gespräch im Laufe des Abends unmerklich auf Strategien beim Vermarkten von Bioseifen lenken.
Wenn er eine gute Idee hat, schenke ich ihm vielleicht ein Stück Pfefferminzseife mit Peelingeffekt.

Donnerstag, Jänner 12, 2006

never do anything in haste


Als ich gestern auf dem Sessellift saß, sah ich zufällig an meinem Handschuh diesen kleinen Bedienungsanleitungsanhänger, der an der Innenseite desselben angebracht ist.
Wenn man auf einem Sessellift sitzt, hat man nichts zu tun, als dem deutschen Urlaubsgast aus Düsseldorf, der neben dir sitzt und hier im Dorf eine Zweitwohnung besitzt, brav auf seine Fragen zu antworten und sich so geschickt hinzusetzen, dass sich beide Füße entspannen und du vergisst, wie sehr dich dein Schischuh drückt.
Es war nicht einfach, den Text zu lesen, da er sehr klein geschrieben war und ich den Handschuh nicht ausziehen wollte. Ich erinnere mich mit Schrecken daran, als mir, vor vielen Jahren am zweiten Weihnachtstag ein Schihandschuh, den ich vom Christkind bekommen hatte, am Sessellift hinunterfiel - mitten im Wald lag er da - und ich den Rest des Winters mit verfilzten und viel zu kleinen Schafwollhandschuhen auskommen musste, da mein Vater nicht gewillt war, Geld für neue „Plastikhandschuhe“ – so nannte er sie immer – auszugeben, einmal hätte genügt. Und die schafwollenen seien sowieso besser; er hatte das immer schon gewusst – Geld zum Fenster hinausgeworfen – und wenn man einen verliert, dann kann Oma einen nachstricken.
Also las ich mit zusammengekniffenen Augen was da geschrieben stand - in meinem EQ Waterguard MD Handschuh – auf dem Zettelchen, rot umrahmt, sodass man es nicht überliest in Großbuchstaben "caution"
When removing gloves, pull each finger off individually….
Das hab ich bis jetzt nur mit dem Gummihandschuh gemacht; anders bekomme ich den nicht von der Hand.
Ich versuchte mich zu erinnern, wie ich diesen Schihandschuh immer auszog, aber es fiel mir nicht ein. Ich glaube, ich verwende meine Zähne dazu bzw. einen Zahn dazu.
Sicher bin ich mir aber nicht.
…holding both outer glove and lining.
Ja, ich bin mir nun sicher, dass ich einen Zahn zu Hilfe nehme, mit dem ich outer glove and lining fest zwicke.
Your weather proof insert cannot be sewn to the other glove.
Ich liebe dieses Wort weather proof insert, vor allem in Verbindung mit dem Wort your.
YES, it is MY weather proof insert and YES, and it cannot be sewn to the outer glove.
Of course not – man braucht meine Zustimmung.
Und ich würde sie niemals geben…
I do not UNDER ANY CIRCUMSTANCES want my water proof insert to be sewn to the outer glove.
Wie sähe das erstens aus und der Waterproof-Effekt wäre beim ersten Kontakt mit Schnee beim Teufel.
Als Besitzer des Waterproof-Inserts bestehe ich darauf, dass nirgendwo irgendetwas angenäht wird ohne meine Zustimmung.
If removed in haste the lining may be inverted….
GENAU!
Never do anything in haste.
Das ist mein alljährlicher Silvestervorsatz, den ich nicht einhalten kann. Ich schaffe es nicht sehr lange. Ich versuche mich zu erinnern, ob ich die Schihandschuhe mit oder ohne haste ausziehe. Ich komme nicht drauf.
Aber ich glaube, die Ausziehgeschwindigkeit ist die richtige, weil sonst wäre das lining schon inverterd.
…and it will be very difficult to remove…
Nicht auszudenken wenn meine schönen EQ Waterguard MD Schihandschuhe so aussehen würden wie meine Gummihandschuhe..
Das komplette Waterproof insert würde hässlich über dem Handschuh drüberhängen and it would take me ages to remove it.
Vermutlich würde es mir gar nicht mehr gelingen und ich müsste sie wegwerfen und mir neue kaufen.
Und mein Vater, der mir sowieso sagt, dass ich ständig zu viel Geld ausgebe für unnütze Dinge, würde mir die verfilzten, kleinen Schafwollhandschuhe, die Oma gestrickt hat, vererben.
Ich will auf keinen Fall, dass mein EQ waterproof MD Schihandschuh so aussieht wie mein Gummihandschuh, der mit verdrehten und zerknüllten Gummifingern zischen Staubtuch und Fensterleder im Putzkübel liegt.
Ich werde in Zukunft meinen EQ Waterproof MD Schihandschuh so ausziehen, wie Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“ - jeden Finger einzeln mit einem Schneidezahn festhaltend, sodass auf keinen Fall das inner lining über den outer glove gezogen wird.
Außerdem sieht das ungemein sexy aus, vor allem wenn ich das ganz lässig mit leicht schräg nach hinten geneigtem Kopf mache.
Ich muss nur darauf achten, dass in diesem Moment mein Schischuh nicht drückt, da sonst mein Gesichtsausdruck alles andere als lässig ist.

ganz zärtlich



ganz zärtlich
zuerst
ganz sanft
zuerst
ganz leicht
zuerst
dann
fester
schneller
wilder
ungebändigter
wie musik
ganz sanft
zuerst
ganz leise
zuerst
dann
lauter
schneller
wilder
ungebändigter
dann
klingend
dröhnend
vibrierend
tragend
dann
ausklingend
ganz langsam
ganz leicht
ganz sanft
ganz zärtlich

Mittwoch, Jänner 11, 2006

der ungehorsam des cappuccino


Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst.

Habe ich dir erlaubt, lieber Cappuccino, dich auf meinen Oberschenkel zu ergießen und mich dabei zu verbrühen?
Nachdem ich dir großzügigerweise verziehen habe und den Rest von dir austrank, besitzt du die Dreistheit und ergießt dich bereits am nächsten Tag auf Daniels Schularbeitenheft, mein Notenheft und das Holz meines Schreibtisches.
Die größte Unverfrorenheit daran ist, dass du dies immer gerade dann tust, wenn ich sowieso schon in Eile bin, wenn ich die eine Bluse trage, die nur Handwäsche verträgt und wenn ich gerade in „Ichbrauchsoforteinenkaffee-Stimmung“ bin.
Du machst das absichtlich.
Hiermit weise ich dich darauf hin, dass unser Verhältnis derzeit ein sehr schwieriges ist, und, wenn du nicht so köstlich wärst, ich dich aus meinem Leben verbannen würde.
Ich werde dir verzeihen, wenn ich es schaffe, dass meine Bluse dank des neuen Waschmittels wieder so rein ist wie die blütenweiße Wäsche auf Mamas Wäscheleine und wenn du mir versprichst, dass du dich bemühst und dieses aggressive Verhalten sofort einstellst.
Ich liebe deinen Duft in meiner Tasse aber an mir rieche ich lieber DKNY als die Jubiläumsmischungsausgabe.
Ich hoffe, du nimmst ernst, was ich dir gesagt habe. Gleich nach dem Spaziergang mit Lofloh werde ich testen, ob du dich an unsere Vereinbarungen hältst.
Auch andere Firmen haben schöne Cappuccinos. Dein Name Fairtrade verpflichtet.
Vergiss das nicht.

Dienstag, Jänner 10, 2006

winter lyrics



snow can wait
I forgot my mittens
wipe my nose
get my new boots on
I get a little warm
in my heart
when I think
of winter
I put
my hand in
my father's glove

-Tori Amos-

familientreffen


Am Dreikönigstag das obligate Familientreffen.
Obwohl das Wohnzimmer überhitzt ist, bemerkt Tantchen, dass sie etwas fröstelt.
Außerdem sei der Kuchen zu fett und das Schlagobers zu fest geschlagen.
Onkel Franz verschüttet Kaffee, die Kinder quengeln.
Immer wieder läutet es an der Tür. Küsschen links und rechts.
Mein Gott - jammert Tante Gretl - ich habe schon wieder zugenommen seit dem letzten Mal.
Sie richtet sich auf und zupft an der roten Blume, die an ihrem wogenden Busen steckt.
An hohen Feiertagen trägt sie immer ihre Tracht.
Zweimal hat sie mir meine Schneiderin schon weiter machen müssen, seufzt sie.
Ich darf ja nicht wegen des Zuckers, bemerkt der Onkel und nimmt zwei Stück Guglhupf.
Tante Frieda sitzt nach wie vor im Mantel da. Sie habe ihn günstig erstanden gleich nach Weihnachten und ihn erst heute anlässlich des Kirchgangs eingeweiht. Die Auerhahnfeder auf ihrem Hut wippt bei jeder Bewegung. Ich kann den Blick nicht losreißen von ihr hätte beinahe lauthals gelacht.
Morgen fange ich an, zu fasten, sagt Cousine Sylvia während sie sich Schokoladetorte in den Mund schiebt.
Kennst du die Krautsuppendiät? Ich schüttle den Kopf. Nein, leider nicht.
Sie verspricht, mir das Rezept zu mailen. Irgendwie ehrfürchtig fragen sie nach dem Jahr, das ich im Ausland verbrachte. Hast nicht Heimweh g'habt? - Nein. Es ist mir zu mühsam, irgendwas darüber zu erzählen.
Die zweite Cousine hat tizianrotes Haar mit schwarzen Streifen - ungewöhlich für sie, die im Bergdorf lebt. Sie ist stolz über ihren Wagemut. Ihr Lebensgefährte ist Extremsportler und hat die Krise, erzählt sie mir. Er hätte unlängst bemerkt, es gäbe viele und tiefe Gletscherspalten und es sei manchmal gefährlich. Vielleicht komme er irgendwann nicht mehr zurück. Eigentlich hätte er sich mehr erwartet vom Leben als die Fremdenpension zu führen und mit den Gästen Abenteuerausflüge zu machen. Wanderungen, die auf der Almhütte bei Kasnock’n und Schnaps enden.
Schnell wird es dunkel.
Als das Quengeln der Kinder unerträglich wird, packen alle ihre Sachen zusammen und verabschieden sich flüchtig.
Nett war's, bis zum nächsten Jahr!

Montag, Jänner 09, 2006

Sonntag, Jänner 08, 2006

epiphanias





Epiphanias ist der Tag der Erscheinung des Herrn. Der Volksmund spricht vom Dreikönigstag.

die fremden kommen


Die Fremden kommen. So hieß es immer kurz vor Weihnachten.
Das bedeutete, dass meine Schwester und ich aus unseren Zimmern ausziehen und im notdürftig hergerichteten Raum im Keller schlafen mussten.
Das bedeutete, dass die Gäste am Heiligabend mit uns zu Abend aßen und auch bei der Bescherung dabei waren.
Das bedeutete, dass Oma und Opa uns erst am Stefanitag besuchen durften, weil dann die Fremden Schi fahren waren.
Wenn meine Schwester und ich jammerten, weil es im Keller im Zimmer keinen Strom gab, hörten wir nur – stellt euch nicht an – es ist leicht verdientes Geld. In vierzehn Tagen sind sie wieder weg.
Und untersteht euch – redet sie ordentlich an. Es sind Gäste.
Manchmal, wenn sie nicht da waren, schlich ich in mein Zimmer.. Ich durchwühlte Kästen und Schubladen. Genommen habe ich nie etwas. Das hätte ich mich nicht getraut.
Nur an der schönen, rosafarbenen Seife roch ich manchmal.
In der Früh mussten meine Schwester und ich abwechselnd zum Bäcker gehen um frische Semmeln zu holen. Während sie frühstückten, standen wir beim Ofen und schauten ihnen zu. Sie redeten viel und unverständlich. Die Mutter in der weißen, gestärkten Schürze servierte Speck, Käse und Eier vom Bauern nebenan. Den Kaffee schenkte ich ihnen ein.
Danach räumten wir den Tisch ab. Dafür bekamen wir Schokoladetaler.
Am Dreikönigstag fuhren sie.
Wir bezogen wieder unsere Zimmer, in denen es noch eine Weile anders roch.
Einmal vergaßen sie die rosa Seife.
Ich nahm sie an mich, bevor meine Schwester sie entdeckte und legte sie in mein Nachtkästchen zwischen die Taschentücher.
Den Geruch der Seife habe ich noch immer in der Nase.

these are the days of our lives

Sometimes I get to feelin'
I was back in the old days - long ago
When we were kids when we were young
Things seemed so perfect - you know
The days were endless we were crazy we were young
The sun was always shinin' - we just lived for fun

Unbeschwert in den Tag
Nichts was bedroht
Nicht denken was morgen
Vergessen was gestern
Hier und jetzt ist wirklich
Der Baum, auf den ich klettere ist Raumschiff
Der Wald, durch den ich laufe ist Dschungel
Der Bach, in dem ich stehe ist Meer.
Der Stein, mit dem ich spiele ist Gold
Am Abend das Gebet an den Schutzengel
Der Kuss meiner Mutter auf die Wange
Vor dem Einschlafen der Gedanke an das Christkind

Manchmal fühle ich diese Unbeschwertheit
Manchmal erlebe ich die Kraft des Augenblicks
Manchmal spüre ich meinen Schutzengel
Nur das mit dem Christkind will mir nicht recht gelingen.

You can't turn back the clock
You can't turn back the tide
Ain't that a shame
I'd like to go back one time on a roller coaster ride
When life was just a game

(Queen – These are the days of our lives)

kurzbesuch

Du sagst beiläufig zu Jemand, nach Weihnachten schau ich mal kurz vorbei.
Lofloh will auch mitkommen.
Jemand kommt am Heiligen Abend mit selbst geräuchertem Speck und Käse zu dir, wünscht dir ein frohes Fest, fragt dich, wann du kommen willst und meint, Montag Nachmittag wäre gut. Du sagst, ich werde das mit Lofloh ausmachen.
Montag vormittag der Anruf, könnten wir das nicht verschieben auf Donnerstag. Es sind zu viele Leute im Haus.
Du rufst Lofloh an und sagst, es geht erst am Donnerstag.
Sie jammert, nun hab ich heute früh extra ein Marzipanschweinderl gemacht und bis Donnerstag schmeckt das nicht mehr gut. Wir schauen heute mal schnell vorbei und legen ihm unsere Mitbringsel vor die Tür.
Davon bin ich gar nicht begeistert. Da müssen wir durch, Lofloh.
Wir bleiben aber nicht lang, höchstens eine Stunde. Ich muss danach ohnehin weg. Zur Geburtstagsfeier am Abend und bei dem Schnee und Verkehrschaos brauch ich drei Stunden.
Nun ist dieser beiläufig geplante Besuch eine Verpflichtung geworden, der mich des Schlafes raubt und ständig beschäftigt. Ich sehe die Frau des Hauses, wie sie Kuchen auftischt, frischen Kaffee nachschenkt und uns immer wieder auffordert, greift nur zu, es ist genug da. Jemand ist nervös und redet zu viel.
Lofloh und ich greifen zu obwohl wir gar nicht wollen.
Heute ist Dienstag und ich denke darüber nach, wie wir aus der Misere rauskommen. Mal heute Nachmittag schnell beim Langlaufen vorbeischauen, alles vor die Tür legen und dann wieder weg.
Das Ganze absagen weil meine Eltern zu Besuch kommen.
Lofloh ruft an und sagt, sie fährt nicht mit. So was nervt sie.
Sie sagt, sie wird krank.
Ich sage nur, Lo!
Tatsache ist, dass dieser Besuch, der nun zu einem Termin geworden ist, allen im Magen liegt.
Tatsache ist, Jemand ist mein ehemaliger Chef.
Ich lasse das nun alles auf mich zukommen.
Vielleicht kommen meine Eltern doch zu Besuch.
Vielleicht läuten wir heute Nachmittag kurz an.
Vielleicht wird Lofloh krank.
Vielleicht verschieben wir alles auf nächstes Jahr.

feuerpferd


"Wenn wir vom Pferd reden, müssen wir auch das Feuerpferd erwähnen, das alle sechzig Jahre erscheint (1846, 1906, 1966 ....). Diese Jahre sind äußerst ungünstig für alle Pferde und ihre Familienangehörigen. In Asien sind die Jahre des Feuerpferdes so gefürchtet, dass die Geburt eines Kindes als ein Unglück angesehen wird. Man sagt auch, dass in diesen Jahren die Frauen keine Männer finden und dass im allgemeinen Ehen und Familien gefährdet sind. bringt das Pferd dem Heim 59 Jahre lang Segen, so können jetzt Not, Krankheit und Unfälle über die Seinen kommen.
Die Feuerpferd-Menschen haben dieselben Eigenschaften wie das Pferd, nur in weit ausgeprägtem Maße. Sie sind tüchtiger, fleißiger, geschickter, begabter und unabhängiger, dafür aber auch egoistischer, leidenschaftlicher und rücksichtsloser und können mit ihrer unbezähmbaren Wildheit großes Unheil anrichten. Übrigens sind die Meinungen über das Feuerpferd geteilt. Wird einerseits behauptet, das Feuerpferd bringe größeren Segen als das gewöhnliche Pferd, so sagen andere, es stürze seine Familie ins Unglück. Aber letztere Annahme stützt sich auf keinen Beweis.
Jedenfalls ist das Schicksal des Feuerpferdes gefahrvoller, ereignisreicher und ungewöhnlicher als das des normalen Pferdes, und es birgt die Möglichkeit großen Ruhms oder großer Schande, je nachdem, wie es sein Leben meistert."

Samstag, Jänner 07, 2006

ze inglisch lengwitch is difikult


I had to teach Sexual Education in Year 9.
So I asked a colleague to help me.
"Derek, could you help me with my sex education? I've heard you are good at it."
His answer, "Oh yes, I'd be pleased. But don't tell my wife."

I went to the hairdresser's round the corner.
"Yes, ma'am?"
"'A haircut and a blowjob, please."


After a long day to Liz, a colleague of mine, "Gosh, I am scattered!"

To the headteacher:
"Sir, Hayden bonked off!"

Roddy: "I think, you are a spunky woman. Look it up in the dictionary, it's nothing kinky."

Being invited to a dinner party, the lady of the house asked me, "Would you like Trifle or Spotted Dick?"
"I'd prefer Trifle, the latter sounds like a sexually transmitted disease".


"Are you an aussie?"
"No, an ostrich".

snowjob

Ich saß schon im Auto, da entschloss ich mich doch noch, die Moonboots mitzunehmen.
Es schneite noch immer. Schon den zweiten Tag und die Nacht zuvor.
Bevor ich mich zurecht machte, schaufelte ich mein Auto frei, kratzte das Eis von den Scheiben und holte die Schneeketten aus dem Keller – für alle Fälle.
Es dauerte eine Weile, bis ich in meinen high heels von der Haustür zum Auto gelangte. Danach wartete ich, ließ Heizung und Gebläse auf höchster Stufe laufen und drehte die Musik so laut, dass Blas- und Heizgeräusche übertönt wurden. Ich sang laut mit ..there is something on your mind…
In dem Moment war nicht viel anderes in meinem Kopf als der Gedanke an die Fahrt nach Salzburg.
Etta James hörte auf zu singen.
Stau auf der Tauernautobahn in beiden Richtungen nach einem Verkehrsunfall.
In solchen Momenten hasse ich den Winter. Und vor allem den Schnee.
..if you ever think about me…
Ein Blick in den Spiegel genügte, um zu sehen, dass ich mich mit meiner Frisur nicht so viel Mühe hätte machen müssen. Der kurze Weg zum Auto hatte genügt.
Es war schwierig, mit den high heels die Pedale zu bedienen, doch die Moonboots lagen im Kofferraum und ich wollte nicht aussteigen. Es schneite stärker als zuvor.
Ich kam nicht mal auf die Autobahn. Die Auffahrt war geblockt. Und zwar von einem deutschen Urlauber, der vor seinem Mercedes kniete und versuchte, die Schneeketten zu montieren. Vergeblich. Bis sich endlich der Autofahrer hinter mir sich seiner erbarmte und ihm half.
Ich war schon etwas spät dran.
.....if someone is rocking your cradle better than you do…
Wieder die Meldung - Stau auf der Autobahn.
Ich muss abfahren.
..please don’t try to tell me because …
Ich fuhr also ab.
Keine gute Idee.
Es war wenig Verkehr. Nur manchmal kam mir langsam ein Auto entgegen. Unheimlich.
Es schneite nach wie vor. In dicken Flocken.
Als ich zum Pass kam, vor mir ein Auto. Die Alarmanlage blinkte nervös.
Ein Kleinbus aus Zagreb. der Fahrer kam zu mir und fragte mich irgendwas. Ich verstand gar nichts. Er verstand nicht Englisch.
Ich zuckte mit den Schultern.
Resignierend ging er zu seinem Auto, rutschte aus, und stieg dann ein.
Sorry, rief ich ihm nach.
Da stand ich nun. Und kam nicht vorwärts. Die Reifen drehten durch.
Ich rutschte nach hinten, als ich versuchte, zurück zu fahren.
Es dauerte ewig lange, bis ich die Schneeketten montiert hatte. Die Moonboots hatte ich inzwischen angezogen. Meine Finger waren blaugrün gefroren, ich fluchte, schrie, weinte. Die Schneeketten wollten nicht rauf.
Wütend stieß ich mit dem Fuß gegen die Felgen, mit dem Ergebnis, dass mir der große Zeh höllisch weh tat, was mich noch wütender machte. Es wurde dämmerig, kein einziges Auto kam vorbei und der Fahrer aus Zagreb war auch nicht mehr da. Zu Fuß war er gegangen, um Hilfe zu holen oder was auch immer. Er hätte mir ohnehin nicht helfen können.
Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, bis die Schneeketten endlich montiert waren. Ich drehte um und fuhr heim. Kurz darauf ein Anruf. Wo bleibst du denn, wir warten schon. Die Vorstellung fängt gleich an. Ich verstand sie fast nicht, weil die Ketten so laut rasselten. Nur ihr Kichern hörte ich.
Etta James sang …stormy weather…
Und ich fuhr nach Hause.
Klatschnass, durchgefroren, fluchend und weinend.
Etta James sang nicht mehr.
Es schneit immer noch, die Schneeketten sind noch am Auto und die high heels liegen im Kofferraum.
Ich werde mir nun einen Kamillentee kochen und mich vor den Fernseher hocken.
In eine Vorstellung nach Salzburg fahre ich vor April nicht mehr.
Der Winter hier ist Theater genug.

wenn es nur


Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre verstummte
und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch,
das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen

R.M. Rilke – Das Stundenbuch

Donnerstag, Jänner 05, 2006

schlüsselerlebnis

Als ich gestern völlig durchgefroren nach über zwei Stunden Schifahren vor meiner Wohnungstür stand, passte der Schlüssel nicht.
Ein Alptraum. Ich hatte es kommen sehen.
Der Schlüssel sah eigentlich ganz normal aus. Ich weiß, dass ich ihn verbogen hatte, aber man sah es ihm nicht an.
Diese neuen Schischuhe bringen mich noch zur Verzweiflung. Irgend etwas passt nie.
Meistens drücken sie. Ich weiß nicht mal wo sie drücken. Sie quetschen mir irgendwie den ganzen Fuß ab. Manchmal gelingt es mir, am Sessellift die Füße in eine Position zu bringen, in der sich dieselben nur ein wenig verkrampfen.
Manchmal aber ist es so schlimm, dass ich mich flach auf den Rücken legen muss, und das mitten auf der Piste, mit offenen Schischuhen und mit flauem Magen.
Es ist ein Schmerz, den ich nicht beschreiben kann.
Manchmal bildet sich eine Gruppe von Schifahrern um mich, die mich mitleidig ansieht, fragt, ob sie die Bergrettung verständigen soll oder sonst irgendwie ihre Hilfe anbieten. Einer reicht mir sogar den Flachmann mit dem Enzianschnaps. Ich winke ab und schließe die Augen ob der Scham, die ich empfinde und murmle nur – danke, es geht schon. Das sind nur meine neuen Schischuhe.
Komischerweise gibt es Tage, an denen sie sich sanft und warm um meine Fesseln schließen, nicht das geringste Bedürfnis verspüren, mich zu malträtieren und mich glauben lassen, sie haben endlich Frieden mit mir geschlossen. Aber schon am nächsten Tag zeigen sie wieder ihre sadistische Seite.
Gestern war die Sache noch heimtückischer, gemeiner.
Als ich endlich am Parkplatz des Lifts angekommen war, kam ich drauf, dass ich meine Handschuhe vergessen hatte. Also nochmals in die Wohnung, Handschuhe geholt und zurück. Dabei muss der Schistock aus dem Auto gerutscht sein, weil er war auf einmal nicht da sondern lag, als ich das zweite mal zurück fuhr, vor der Garage.
Ich war in Eile.
Ich hasse diese Prozedur sowieso. Du steigst aus dem Auto und deinen Schuhen, und schlüpfst in die Schischuhe, die eiskalt sind, weil du vergessen hast, sie am Abend aus dem Keller zu holen und zum Heizkörper zu stellen. Sie sind aber auch spröde ob der Kälte und in dem Moment, in dem deine Füße in den Schuhen sind, sind sie kalt.
Nun beginnt der eigentliche Kampf..
Ich habe eigentlich ein System entwickelt.
Zuerst schnüre ich das Band, das sich ganz oben am Schuh befindet, ganz fest, danach schließe ich die beiden Schnallen.
Das Problem ist, dass dieses System eigentlich keines ist, weil es nicht funktioniert.
In der Zeit, in der ich verzweifelt versuche, den Schuh irgendwie zuzubringen, schafft die Mutter der fünfköpfigen Familie, all ihren Kinder Schuhe und Schier anzuziehen und sie sind schon aus meinem Blickwinkel verschwunden während ich noch immer verzweifelt versuche, wenigsten eine Schnalle pro Schischuh zu schließen.
Der Schistock als Zuschnallhilfe ist ungeeignet und ich nehme den Wohnungsschlüssel.
Keine gute Idee.
Er sieht normal aus, aber er ist verbogen. Man sieht es ihm nur nicht an.

Ich stehe also hier nach den zwei Stunden Schi fahren auf nebeliger und überfüllter Schipiste und will, dass der freundliche Herr vom Schlüsseldienstservice sofort mit mir fährt und meine Tür öffnet.
Der Schlüssel ist geschützt, sagt er.
Da kann ich nichts machen.
Und was mache ich nun, frage ich.
Der Wohnungseigentümer muss verständigt werden.
Topspot.
Ich fahre dort hin. Die Tür ist zu. Und das um halb fünf.
Aber eine Telefonnumer steht da.
Der Herr, der sich meldet, klingt gereizt.
Haben Sie keinen Zweitschlüssel, fragt er.
Nein, den hat meine Freundin verloren. Den anderen hat die Wohnungseigentümerin.
Ich werde sie anrufen, sagt der Herr ein wenig gereizter, melden Sie sich in zehn Minuten.
Ich sage ihm nicht, dass sie in Berlin wohnt.
Warum passieren mir solche Dinge immer wieder?
Ich rufe nach acht Minuten an.
Gute Nachricht, sagt er. Die Wohnungsinhaberin ist in einer halben Stunde hier. Warten Sie bitte.
Unglaublich.
Nach einer halben Stunde steht sie vor mir. Im Schianzug. Sie ist im Nachbardorf auf Schiurlaub.
Und sie hat den Schlüssel mit.
Ich hätte sie am liebsten geküsst.
Es ist Zufall, dass ich den bei mir habe. Ich will den alten Kasten aus dem Keller mitnehmen, sagt sie.
Dass ich heute Abend den Kasten ausräumen muss, ist mir egal.
Dass ich nicht weiß, wo ich mit dem ganzen Krempel hin soll, ist mir auch egal.
Ich mache gerade ein kleine Pause, weil ich überlegen muss, wo ich das Zeug aus dem Kasten unterbringe.
Klar…..natürlich….In Loflohs Keller, sie hat schließlich meinen zweiten Schlüssel verschlampt.

invasion of aliens


von vorne